Podolski kritisiert DFB-Kulturdiskurs: Nationalmannschaft verliert ihre Eigenständigkeit
Nach der erneuten Weltmeisterschaftsenttäuschung meldet sich der ehemalige Nationalspieler Lukas Podolski zu Wort und erhebt bemerkenswert scharfe Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund. Der langjährige Stürmer prangert an, dass die deutschen Nationalspieler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung massiv behindert würden.
Für Podolski besteht ein fundamentales Problem: Die Akteure würden in ihrer Individualität unterdrückt und gleichsam “glattgebügelt”. Diese Kritik richtet sich implizit gegen die aktuelle Philosophie des DFB im Umgang mit seinen Spielern. Der Ex-Profi sieht darin einen wesentlichen Grund für die sportlichen Rückschläge bei internationalen Turnieren.
Besonders eindringlich warnt der 39-Jährige auch vor zu viel Optimismus bezüglich des kommenden Bundestrainers. Podolski mahnt zur Vorsicht und appelliert dafür, nicht in Euphorie zu verfallen. Ein strukturelles Problem könne nicht allein durch einen Trainerwechsel gelöst werden, lautet seine implizite Botschaft.
Die wiederholten Misserfolge bei Weltmeisterschaften – bereits zum dritten Mal in Folge – unterstreichen nach Ansicht Podolskis die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Veränderung der Mentalität und Führungsphilosophie beim Deutschen Fußball-Bund.
Quelle: www.n-tv.de


