Messis Zauber: Weniger Bewegung, maximale Wirkung

Lionel Messi schreibt bei dieser Weltmeisterschaft ein Märchen. Mit 39 Jahren dominiert Argentiniens Ausnahmestürmer das Turnier und beweist eindrucksvoll, dass Fußball nicht nur eine Frage der reinen Laufleistung ist.
Die Statistiken offenbaren dabei ein faszinierendes Phänomen: Der mehrfache Weltfußballer läuft weniger Kilometer als sämtliche anderen Stürmer im Wettbewerb. Doch während seine Konkurrenz in der vordersten Reihe mit intensiven Sprints und vielen Bewegungen versucht, das Spiel zu prägen, agiert Messi mit einer bewusst sparsamen, aber äußerst wirkungsvollen Spielweise.
Verantwortlich für dieses brillante Konzept ist Nationaltrainer Lionel Scaloni, der seinen Superstar elegant in Positionen bringt, in denen dieser seine Qualitäten optimal entfalten kann. Der Coach vertraut darauf, dass Messi durch seine überragende Technik und sein Spielverständnis mehr bewirkt als durch pausenloses Herumrennen auf dem Platz.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Einstellung seiner Mannschaftskollegen. Sie begegnen Messi mit großem Respekt und ordnen sich bewusst seinem Spiel unter. Diese Bereitschaft der übrigen Spieler, den Ball zum Anführer zu bringen und ihm die notwendigen Freiräume zu schaffen, ermöglicht es dem Routinier, im Turniergeschehen zu überragen – ohne dabei zu verausgaben.
Mit dieser intelligenten Herangehensweise demonstriert Messi, dass echte Größe nicht nur in spektakulärer Hektik besteht, sondern in brillanter Positionalität und Spielklasse vereint.
Quelle: www.t-online.de

