Infantino vor klarer Wiederwahl: DFB bleibt kritischer Außenseiter

Gianni Infantino wird seine Position als Präsident der Fifa ungeachtet aller Kritik behaupten können. Mehr als 200 Verbände haben dem Schweizer bereits ihre Unterstützung für eine erneute Amtszeit zugesagt. Die internationale Fußballwelt scheint sich damit abgefunden zu haben, dass der 54-Jährige weiterhin die Geschäfte des Weltverbandes leiten wird.
Eine markante Ausnahme bildet jedoch der Deutsche Fußball-Bund. Der DFB zählt nicht zu den Unterstützern Infantinos und hat sich zunehmend kritischer zu dessen Amtsführung geäußert. Besondere Kritik erntete die Fifa-Führung rund um den Streit über eine Rotsperre, die nach einem Anruf des designierten US-Präsidenten Donald Trump ausgesetzt worden sein soll. Dieses Vorgehen hat die deutsche Verbandsspitze nachhaltig verstimmt und zu einer deutlichen Distanzierung geführt.
Während sich der Unmut des DFB konzentriert, scheint die große Mehrheit der Fifa-Mitglieder weniger Bedenken gegen die Weitergabe der Amtsvollmachten an Infantino zu hegen. Die breite Unterstützung deutet darauf hin, dass die anstehende Wiederwahl für den Fifa-Präsidenten formell keine größeren Hürden mit sich bringen dürfte.
Quelle: www.spiegel.de

