Von argentinischer und spanischer Bescheidenheit lernen: Was Klopp von den WM-Finaltrainern unterscheidet

Lionel Scaloni und Luis de la Fuente sind nicht die Namen, die man normalerweise mit großem Glanz und Glamour verbindet. Doch beide Trainer haben bewiesen, dass man nicht zwingend ein Großmeister des Showgeschäfts sein muss, um auf der höchsten Bühne des Weltfußballs Erfolg zu haben.
Der argentinische Coach führte sein Land zum Triumph bei der Weltmeisterschaft 2022 und sicherte sich mit seinem Team auch den Titel bei der Copa América. Die spanische Mannschaft unter de la Fuente wiederum schaffte es bis ins Finale der jüngsten WM und präsentierte dabei attraktiven, modernen Fußball. Beiden gelingt das, ohne dabei als polarisierende Medienstars inszeniert zu werden.
Diese Beobachtung wirft automatisch die Frage auf, welche Lektionen Jürgen Klopp aus diesen Beispielen für die deutsche Nationalelf mitnehmen könnte. Der neue Bundestrainer sitzt zwar nicht mehr auf der Bank, doch die Gegenüberstellung dieser Trainerpersönlichkeiten offenbart unterschiedliche Wege zum Erfolg im internationalen Fußball.
Während Scaloni und de la Fuente ihre Teams mit ruhigen Händen und klarer Struktur prägen, zeigt sich: Es gibt verschiedene Zugänge, um Spieler zu leiten und Siege einzufahren. Der Fokus auf Arbeit statt Auftreten könnte gerade für zukünftige deutsche Trainergenerationen eine wichtige Erkenntnis sein.
Quelle: www.spiegel.de



